Kickboxen

Kickboxen wurde Mitte der 70er Jahre kreiert. Man wollte eine Basis für ein Wettkampfsystem schaffen, in dem sich Sportler aus unterschiedlichen Kampfsystemen wie z.B. Taekwon-Do, Karate, Kung Fu usw. miteinander messen können. Dies gelang mit dem Regelwerk der WAKO 1974. Im Laufe der Zeit hat sich hier eine eigene Kampfsport entwickelt – Kickboxen. Diese moderne Kampfsportart ist nicht an die starren Technikvorgaben der traditionellen Kampfkünste gebunden und enthält viele sportliche und kämpferische Fassetten.

Heute wird Kickboxen weiter über den Leistungssport hinaus im Breitensport betrieben und ist daher für jeder Mann und Frau jeden Alters her zugänglich. Neben den Wettkampfdisziplinen gehören Selbstverteidigung und Fallschule zu den Inhalt. Im Fitnessbereich ist Kickbox-Aerobic ebenfall als Teil des Kickboxen angekommen.

Im Wettkampfbereich gibt es bei der WAKO-Deutschland mittlerweile sechs Disziplinen:

Mattensportarten (wird auf einer offenen Kampffläche durchgeführt)

  • Point Fight: Point Fighting ist eine Kampfdisziplin bei der zwei Kämpfer gegeneinander antreten mit dem primären Ziel definierte Punkte durch kontrollierte, erlaubte Techniken mit Schnelligkeit, Agilität und Fokus zu erzielen. Die Hauptcharakteristika sind Schnelligkeit und Technik. Die Techniken (Schläge und Tritte) müssen technisch sauber ausgeführt werden und werden streng kontrolliert. Bei jedem gültigen Treffer unterbricht der Hauptkampfrichter den Kampf und es erfolgt die entsprechende Wertung. Den Kampf gewinnt der Kämpfer mit den meisten Punkten.
  • Leichtkontakt: Er ist die Vorstufe zum Vollkontaktkickboxen als Trainings- und Wettkampfform. Es handelt sich in der vollen Bedeutung des Wortes um absoluten Leichtkontakt, d. h. saubere und gut kontrollierte Techniken, die explosiv und kraftvoll mit leichtem Kontakt treffen müssen. Die Wettkämpfer kämpfen fortwährend bis zum Rundenende oder Unterbrechung durch den Hauptkampfrichter. Sie nutzen Techniken des Vollkontakts und Pointfightings, die gut kontrolliert auf die erlaubten Trefferflächen ausgeführt werden. Leichtkontakt kann auch im Ring durchgeführt werden.

Ringsportarten (werden in einem Boxring durchgeführt)

  • Vollkontakt: ist eine Disziplin im Kickboxen, bei der das Ziel darin besteht den Gegner mit voller Kraft und Stärke zu schlagen. Schläge und Kicks müssen erlaubte Trefferflächen mit Fokus, Geschwindigkeit, Absicht und solidem Kontakt erreichen.
    Der Kampf findet im Ring statt. Der Ringrichter ist für die Sicherheit des Kämpfers und die Einhaltung der Regeln verantwortlich. Vollkontaktkickboxen ist die absolut höchsten Stufe eines sportlichen Zweikampfes mit Händen und Füßen. Der Kampf kann nach Punkten oder KO gewonnen werden.
  • Low Kick: Es entspricht dem Vollkontakt, wobei die Möglichkeit besteht die Beine des Gegners mit klaren Tritten zu treffen. (trainieren wir in Pfronten nicht)
  • K1: Basiert auf traditionellen siamesischen Kampfkunst. Es ist ist sehr harter Vollkontaktkampf bei dem nahezu der ganze Körper Trefferfläche ist. Zudem darf mit dem Knie gestoßen werden (auch zum Kopf). (trainieren wir in Pfronten nicht)

Musikformen

  • Der Formenlauf ist vergleichbar mit der Kür beim Eiskunstlaufen oder Bodenturnen. Es handelt sich um eine frei gestaltete Kampfchoreographie und muss mit Musik untermalt werden.
    Die Punktrichter bewerten den Schwierigkeitsgrad der Techniken, das Gleichgewicht der Läufer, die Synchronität zur Musik, Ausdruck und Mimik, Krafteinsatz, Akrobatik und Schnelligkeit, sowie gegebenenfalls die Handhabung mit der Waffe.

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Quelle und weitere Informationen: www.wako-in-bayern.de

 

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