Taekwon-Do

Was ist Taekwon-Do?

Welchem Verband und Stilrichtun gehört der TSV Pfronten an?

Welche Disziplinen gibt es?

Wer kann Taekwon-Do betreiben?


Was ist Taekwon-Do?

Taekwon-Do ist eine Kampfsportart die ihren Ursprung in Korea findet. Wie so oft in der Geschichte des Kampfsports entstand Taekwon-Do durch eine Kombination aus traditionellen Kampfkünsten sowie neuen Impulsen seines Gründers, dem koreanischen General Choi Hong Hi. Er brachte Elemente aus dem japanischen Karate und alten koreanischen Stilen mit ein. Taekwon-Do war aber keine statische Kampfkunst. Was anfangs stark an Karate erinnerte – man nannte Taekwon-Do auch “koreanisches Karate” – entwicklte Choi Hong über die Jahre bis zu seinem Tod hin immer weiter.

Wer mehr über die Geschichte des Taekwon-Dos, seines Gründers und des Sports in Deutschland wissen möchte empfehlen wir die Informationen auf der Internetseite der ITF-Deutschland www.itf-d.de


Welchem Verband und Stilrichtung gehört der TSV Pfronten an?

Der TSV Pfronten ist mit seiner Taekwon-Do Abteilung Mitglied in der ITF-Deutschand und seinem Landesverband ITF-Bayern.

Wie im Boxen und anderen Sportarten auch haben sich im Laufe der Zeit mehrer eigenständige Weltverbände gegründet. Die ITF (International Taekwon-Do Federation) ist der zweitgrößte Weltverband nach der WTF, die letztlich auch als olympische Sportart (Vollkontakt-Kampf mit Weste) bekannt ist. Die ITF ist 1966 von Choi Hong Hi gegründet worden. Hong Hi war bis zu seinem Tod Präsident der ITF.

Markant ist die Stilrichtung des ITF-Taekwon-Do in der Tul, wie die Form in der ITF genannt wird (vergleichbar mit der Hyong aus anderen Taekwon-Do-Stilen). Der Ablauf unterscheidet sich hier vollkommen von der Poomse der WTF. In der Ausführung fällt die sogenannte Wellenbewegung auf. Diese entsteht durch eine Entspannung zu Beginn einer Bewegung und einem “in die Technik fallen”, wodurch die Fallenergie zusätzlich ich die Technik mit eingebracht wird.

Gekämpft wird in der ITF Leichtkontakt ohne Weste, dafür mit Fuß- und Handschützer.


Welche Disziplinen gibt es?

Grundsätzlich sollte jeder Taekwon-Do Sportler alle nachfolgende Disziplinen beherrschen, wenn er sein Können perfektionieren will.

Trainingsinhalte:

Grundschule: Hier werden die Techniken (Hand- und Fußtechniken, Stände, Angriffe und Verteidigungen) im einzelnen gelernt

Tul: Der Formenlauf ist eine Abfolge von aneinander gereihte Bewegungen. Die Verteidigungs- und Angriffsbewegungen werden gegen imaginäre Angreifer ausgeführt. Insgesamt gibt es 24 Tuls über die sich die Vielfalt der Techniken verteilt

Matsogi: Hierbei handelt es sich um Partnerübungen. In ihnen werden die gelernten Techniken und in der Tul bereits gegen imaginäre Gegener erprobten Techniken mit einem realen Gegenüber trainiert. Anfangs sind hohe Absprachen notwendig um die Komplexität von Abstand der Partner und Reichweite Techniken in Einklang zu bringen. Zudem kommt die korrekte Ausführung der Technik, die sich in einer korrekten Anwendung zeigt. Je nach Ausgestaltung und mit steigendem Können der Partner werden die Absprachen reduziert.

Freikampf: Hier treffen zwei Sportler aufeinander, die im Rahmen und Regelwerk noch eingeschränkt, versuchen ihren Gegenüber zu besiegen. Hierbei unterscheidet man zwei Arten im Wettkampf:
Beim Point Fight wird der Kampf nach einem Treffer unterbrochen und es erfolgt die Punktevergabe, ähnlich dem Fechten. Diese Art ist sehr schnell, etwas schwächer in der Ausführung der Technik und wird daher für Anfänger und Kinder betrieben. Sieger ist wer nach Punkten siegt.
Beim Leichtkontakt wird der Kampf nach einem Treffer nicht unterbrochen. Die Kampfrichter zählen die Punkte fortlaufend. Ziel ist der Sieg durch Punkte, nicht durch Niederschlag wie im Vollkontakt. Ein Niederschlag führt zur Disqualifikation.
Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, kämpfen alle Sportler mit Kopfschutz, Fuß- und Handschutz.

Hosinsul – die Selbstverteidigung. Im Training wird der echte Angriff auf der Straße trainiert. Es gibt keine Regeln. Die echte Selbstverteidigung ist nach wenigen Sekunden durch effektiv Techniken beendet. Auch im Taekwon-Do dürfen Hebel eingesetzt werden. Da diese aber nicht auf der Tagesordnung im Taekwon-Do stehen, überlassen wir klassische Hebel und Würf lieber den Judoka oder JuiJitsuka.

Bruchtest: In dieser Disziplin wird die trainierte Technik gegen ein Brett eingesetzt, um so die Effektivität der Technik und das Können des Sportlers zu zeigen. Im Wettkampf gibt es den Kraftbruchtest – zerschlage mehr Bretter auf einmal als die anderen – und den Spezialbruchtest – springe höher um ein Brett zu zerschlagen als andeere.

Wettkampfinhalte:

  • Tul, einzel
  • Team-Tul (Synchronlaufen)
  • Kampf (Leichtkontakt oder PointFight)
  • Team-Kampf
  • Spezial-Bruchtest
  • Kraft-Bruchtest
  • Pre-Arange (abgesprochener Showkampf, der Grundschultechniken und Akrobatikelemente enthält)

Wer kann Taekwon-Do betreiben?

Jeder und jede, der/die sportlich gesund ist kann Kampfsport betreiben. Einfach mal ausprobieren.

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