1946 – 1969 Nachkriegszeit

1946 – Wiedergründung

Am 18. Mai 1946 erfolgte dann die Neugründung des vorübergehend von der Militärregierung verbotenen Vereins. Und wieder scharte Willi Fuchs Leute um sich, die es verstanden, den Verein und seine Abteilungen in wenigen Jahren erneut zur Blüte zuführen. Neben der Turn-, Ski-, Leichtathletik-, Damen-, Fußball- und Handballabteilung entstanden bald Tischtennis-, Fecht- und Boxabteilung. Die beiden zuletzt genannten hatten allerdings kein allzu langes Leben, da es an Übungsleitern für Fechten und Boxen mangelte.

1947 – Umbesetzungen in den Abteilungen

In der 1. Nachkriegsversammlung wurden viele Umbesetzungen der Vereinsabteilungen vorgenommen. Xaver Schmid wurde Schriftführer. Basil Holderied Fußballabteilungsleiter, Theo Trenkle übernahm die Skiabteilung und Alfred Dietrich wurde Handballabteilungsleiter.

Die 1. Fußballmannschaft des TSV stieg in die damalige 1. Bezirksklasse Schwaben auf. Willi Fuchs jun. übernahm für ein Jahr die Vorstandschaft. Desweiteren wurde eine Schwimm- und eine Tischtennisabteilung mit Armin Lässig als Abteilungsleiter gegründet

1948 – Willi Fuchs wird erneut 1. Vorstand

Im Jahr 1948 kam es wieder zu Neuwahlen. Willi Fuchs übernahm wieder den 1. Vorstand, Hermann Wetzer wurde Schriftführer, Josef Schneider Kassier und Alfons Böck wurde Abteilungsleiter der Fußballer.

1949 – Damen werden Allgäuer Meister

1949 - Fußballspiel in Pfronten

1949 – Fußballspiel in Pfronten

Olga Schöll und Hans Münz holten 1949 viele erste Plätze. Besonders hervor stach  die Damenmannschaft bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften.

Im Allgäu wurde man bester Verein und auf Bayerischer Ebene reichte es zu einen hervorragenden dritten Platz. Außerdem wurde Erwin Wöhrle bester Hammerwerfer im Allgäu. Im Turnen stand jetzt in Fritz Hörig dem Oberturnwart eine ausgezeichnete Kraft zur Seite, die sich vor allem des Nachwuchses annahm. Lore Winkelmann und Luise Krautwurst förderten das Mädchen- und Damenturnen.

1950 – Allgäuer Meister im Tischtennis

Die junge Tischtennisabteilung erringt die Kreismeisterschaft und wird Allgäuer Meister mit einem 7:2 Sieg über den TV Kempten. Im gleichen Jahr erfährt die Leichtathletikabteilung einen großen Aufschwung.

1951 – Erster Deutscher Meistertitel für den TSV

Hans Münz gewinnt 1951 bei den Deutschen Schwerathletik-Meisterschaften in Karlsruhe den ersten Deutschen Meistertitel der TSV Vereinsgeschichte. Jola Mayr wird Bayerische und Süddeutsche Meisterin in Bahlingen bei den Leichtathleten. Bei den Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf zählt sie zu den besten deutschen Leichtathleten und belegte Platz 5 in der gesamten Konkurrenz. Mit Erwin Wöhrl wird sie in den Olympiakader berufen. Ludwig Schneider wird mehrmals Sieger bei Waldlaufmeisterschaften. Matthias Wanger und Gogo Mayr errangen sehr gute Ergebnisse in der Skiabteilung.

1953 – 1954 40-jähriges Vereinsjubiläum

1953 - Fahnenweihe

1953 – Fahnenweihe

Zum 40-jährigen Vereinsjubiläum ernennt der Verein Frau Kommerzienrat Clara Haff und Altbürgermeister Haff zu Ehrenmitgliedern. Ein großer Festumzug durch den Ort fand mit der Weihe der neuen Vereinsfahne seinen Höhepunkt.

In einem Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern Hof aus der 2. Liga Süd traf der TSV erstmals auf eine Deutsche Spitzenmannschaft.

1954 - Jugendturnfest in Pfronten

1954 – Jugendturnfest in Pfronten

Erneut in guter Form zeigten sich Olga Schöll, Erika und Liselotte Babel, Jola Mayr, Josef Babel, Manfred Hartmann, Mang Trenkle, Hans Münz, Erwin Wöhrle, Karl Vogler und Ludwig Schneider mit fünf Meistertiteln und zwei Allgäuer Rekorden. 1954 schafft Jola Mayr den zwölften Platz bei den Europameisterschaften im Diskuswerfen. In Hamburg beim Deutschen Turnfest wird sie zweite im Diskuswerfen und beim Kugelstoßen erringt sie Rang sechs.

Am 21. Juni 1954 wurde fand die Feier anlässlich des 40jährigen Vereinsbestehen statt. In den folgenden Jahren, die der Verein hauptsächlich der Breitenarbeit widmete, wurden noch schöne Einzelerfolge erzielt.

1955 – 1963 Von der Auflösung der Skiabteilung bis zum 50. Vereinsjubiläum

Am 24. Mai 1955 wurde die Skiabteilung aufgelöst, nachdem sich wieder ein eigener Skiclub gebildet hatte.

Karl Vogler und Willi Fuchs erhielten 1956 die Goldene Ehrennadel und den Ehrenbrief des Turnverbandes, und auch Josef Babel erhielt im Laufe der Jahre die verdienten Auszeichnungen vom Bayerischen und Deutschen Turnerbund.
Die Spitzenathleten, Jola Mayr und Erwin Wöhrle holen mehrere Siege auf nationaler Ebene. Der Jahresbeitrag betrug damals 6,00 DM für Erwachsene und 3,00 DM für Jugendliche.

1963 - Freundschaftsspiel gegen Kamerun Auswahl

1963 – Freundschaftsspiel gegen Kamerun Auswahl

1957 wird Manfred Hartmann zweiter Vorsitzender, Sportwart wird Heinrich Unterreiner und die Damenabteilung leiten Luise Krautwurst und Lore Winkelmann. Tischtennisleiter wird Richard Müller.

1958 verstarb der große Förderer des Vereins Rudolf Wetzer. Ein Jahr später wird die Amtszeit des Vorstandes um ein Jahr auf 3 Jahre erhöht.

1961 erklärt nach 42-jähriger Amtszeit als Vorstand des TSV Willi Fuchs seinen Rücktritt. Er wird zum Ehrenvorstand ernannt. Sein Nachfolger wird Dipl. Ing. Wilhelm Wetzer. Die größte sportliche Leistung bringt Erika Babel, sie wurde beim Bayerischen Turnerfest in Schweinfurt Landessiegerin im Fünfkampf. Annemarie Hitzelberger 6. im Geräte-Vierkampf bei den Jugendlichen.

Mit einem Festabend wurde 1963 das 50-jährige Bestehen des Vereins begangen. Alte Mitglieder wurden mit Ehrenurkunden geehrt. Auf der Schlossanger Alpe fand das Bergturnfest statt. Die Fussballer trafen in einem Freundschaftsspiel auf eine Auswahl aus Kamerun.

1964 – 1969

1967 - Bergturnfest auf der Schlossangeralm

1967 – Bergturnfest auf der Schlossangeralm

1964 holen die Turner wieder beachtliche Siege bei Sportfesten. Nach 16-jähriger Zugehörigkeit in der A-Klasse Süd, steigt die erste Mannschaft des TSV erstnaks in die B-Klasse ab. Steigt aber bereits im darauffolgenden Jahr sofort wieder in die A-Klasse Süd auf.

Ein Jahr später erlitt der TSV mit dem Tode von Willi Fuchs seinen wohl größten Verlust. Sein Name wird für immer mit dem Namen des Vereins verbunden sein.

1968 - Turnfest in Berlin

1968 – Turnfest in Berlin

1966 trat Wilhelm Wetzer als Vorstand zurück, sein Nachfolger wurde Oskar Haf. Alfons Böck wurde zweiter Vorsitzender. Die Vorstandschaften der nächsten Jahre hatten ihre Sorgen dann mit den anstehenden Renovierungsarbeiten an der Sporthalle. Innerhalb von drei Jahren vielen Kosten in Höhe von 60.000,00 Mark an, wie Vorstand Oskar Haf 1969 auf der Generalversammlung berichtete Im Jahr 1968 wurde die Damen Handballabteilung gegründet, die sich schon bald zu einer wichtigen Sparte des TSV entwickelte.